Vengsøy 2018

 

Anreise / 1.Tag

 

...und da sind wir wieder. Wie angedroht ging es zu dritt mit dem Flieger über Oslo nach Tromsö. Diesmal hatten beide Flüge Verspätung was aber nicht so problematisch war. In Tromsö hat uns dann Jens, der Gide aus dem Buttcamp, abgeholt und dann ging es um 21.45 Uhr mit der Fähre rüber nach Vengsoy. Das Haus wurde eingenommen und all die vielen die Sachen kamen an Ort und Stelle. Schnell noch ein kleines Abendessen und eins zwei Schlafgetränke bei kurzer Planrunde für die morgigen Angelstellen. ..und dann erst mal eine Mütze voll Schlaf nehmen.

 

 

 

2.Tag

 

Nach abgebrochenem Schlaf und einem deftigen Frühstück ging es zum Hafen um von Jens das Boot zu übernehmen. Auf Grund der Wettervorhersagen für die nächsten Tage hatte er uns ein Upgrade auf ein größeres Kabinenboot angeboten was wir gerne annahmen. Somit waren wir mit 115 PS auf 21 Fuß verteilt gut bewaffnet und der angekündigte Regen kann uns damit mal. Der Wind meinte es mit 4 m/s gut mit uns und somit ging es gleich offshore auf die 15 Km entfernten Stellen an der Abbruchkante um den Steingrunnen. Schnell waren die Gummis zum Grund geschickt und die ersten Lumbs (pfui) kamen ans Tageslicht. Kurz über diese ekligen Kreaturen geschimpft…und schon kamen die ersten Dorsche in den Kahn. Ich hatte gleich einen metrigen Seeleopard gehakt und die Jungs zogen weitere stattliche Exemplare aus rund 80 Metern Tiefe. Schnell hatten wir unsere Kiste gefüllt-der Rest ging wieder über Bord. Mit dem abflauenden Wind und dem abnehmenden Tidenhub wurde auch die Beißlaune der Fische schlechter. Auf dem Heimweg hielten wir noch an zwei-drei ,,verdächtigen“ Stellen an, jedoch war dort kein Fisch zu überreden. Letztendlich war der erste Ausflug völlig zufriedenstellend wenn man bedenkt, dass wir hier keinerlei Ortskenntnis besitzen. Nachdem die Fische verarbeitet waren, wurde der Grill angeheizt und die Gläser gefüllt…morgen gibt’s dann wieder Neues von uns.

 

3.Tag

 

Nach einer hammergeilen Mittsommerparty mit der anderen Reisegruppe aus Cottbus, welche erst um 4.00 Uhr endete, ging es heute Mittag verständlicherweise ruhig und gelassen zu. In der Rubrik Bilder findet ihr dazu 2 Bilder, alle anderen Schnappschüsse sind nicht zu veröffentlichen und verschwinden im Teamtresor.

 

Da wir ja aber zum Fischen hergekommen sind, ging es trotz mäßigem Wetter gegen Mittag auf die See. Heute ging es auf die süd-westlich gelegene Fanggründe, wo wir anfangs bei Wind mit 4 m/s die Gummis noch gut führen konnten. Leider waren die Fische scheinbar auch verkatert und so fuhren wir Stelle um Stelle an – mit mäßigem Erfolg. Letztendlich fuhren wir trotz auffrischenden Winds auf die offshore gelegene Kante. Hier bekamen wir noch ein paar bessere Dorsche – Sonne holte sich gleich mal den Tourenrekord mit einem Dorsch von 117 cm. Mittlerweile blies uns der Wind mit 8 m/s um die Kombi und uns blieb nur noch der Griff in die XXL-Pilkerkiste. Als dann auch diese Plumsangelei aussichtslos war traten wir den Heimweg an. Der Blick auf die Wettervorhersage verheißt auch nichts Gutes… Wir schauen mal und hoffen auf einen positiven Wetterwechsel.

 

4.Tag

 

Leider hatte der Wettergott Recht behalten und uns jede Menge Wind und vor allem Regen geschickt. Nachdem wir uns bis Mittag die Nasen an der Fensterscheibe gerieben haben, sind wir bei strömenden Regen und Wind mit 7 m/s raus gefahren. Völlig durchnässt sind wir mit 600 Gramm Pilkern über die Angelstellen geflogen und haben versucht das Beste daraus zu machen. Außer ein paar kleinen Dorschen kam jedoch nichts an die Oberfläche. Nach gut zwei Stunden gaben wir uns geschlagen und fuhren rein um den Abend ruhig ausklingen zu lassen. Schauen wir mal ob unsere Jungs beim Fußball mehr Glück gegen die Schweden haben…

 

5.Tag

 

Heute war erst mal ausschlafen angesagt nachdem der starke Wind die ganze Nacht an der Hütte rüttelte. Der Blick auf die Wettervorhersage verhieß nichts Gutes – Wind mit 11-12 m/s. So  haben wir es uns erst mal im Haus gemütlich gemacht und die Zeit vor dem Fernseher verbracht, Ein kurzer Spaziergang über die Insel zeigte uns dann noch deutlicher wie der Wind die Wellen weiter draußen auftürmte. So die Wettervorhersage stimmt, nimmt der Wind gegen 20.00 Uhr ab und wir könnten in der Nacht eine Ausfahrt wagen…

 

…und der Wetterbericht hatte Recht. Nachdem der Wind stätig an Kraft verlor haben wir uns auch sofort auf die 17 km entfernten Fanggründe begeben. Die Fahrt dorthin sowie der Seegang vor Ort waren jedoch mehr als krabbelig. Meterhohe Wellen rollten von draußen auf uns zu und erschwerten das  Angeln ungemein. Dafür wurden wir mit reichlich Fisch belohnt und konnten Dorsch auf Dorsch pumpen. Von den Wellen durchgeschüttelt und mit vollen Fischkisten sind wir zufrieden gegen 2.00 Uhr in den Hafen gefahren. Nach der unangenehmen Arbeit (filetieren) gab es noch 2-3 Getränke und dann ab in die Koje. Morgen sagt uns der Wetterbericht wieder besseres Wetter voraus.  

 

6.Tag

 

Heute ging es nach spätem Frühstück sofort raus auf die gestrigen Fanggründe. Der Wind war eingeschlafen und säuselte nur mit 1-2 m/s über die Stelle. Somit konnten wir unser heißgeliebtes Light Tackling in Tiefen um die 30 Meter durchziehen. Wir hatten einen Heidenspaß Dorsch für Dorsch zu drillen und den Großteil zu releasen. Leider bekamen wir an dieser heißen Stelle keinen Butt Kontakt. Zufrieden und abgekämpft fuhren wir nach gut 4 Stunden zurück in den Heimathafen. Fix den Grill angeschmissen und über die heutigen Erlebnisse geklönt…das ist Urlaub wie Männer es mögen. Leider sind die Wetteraussichten für morgen nicht verheißungsvoll…

 

7.Tag

 

Der Blick aus dem Fenster und der Check der Wettervorhersage…Sturm mit 15-18 m/s und Regen. Somit verbringen wir den letzten Tag im Innendienst. Wir haben genug Zeit um unsere Sachen zu packen und die Essens- und Getränkevorräte zu verbrauchen…verbrannte Erde ist angesagt.

 

Leider hat auch dieses Jahr das Wetter es nicht so gut mit uns gemeint und uns immer wieder ans Haus gefesselt. Die Anlage vom Volker und das Revier sind dafür aber trotzdem super und auf jeden Fall eine Wiederkehr wert. Für das Wetter kann ja bekannter Weise niemand und man hat ja hier auch die Möglichkeit bei rauem Wetter Schutz zwischen den Inseln zu finden. Wir werden morgen früh um 9.00 Uhr die Insel verlassen um dann ins warme Deutschland zu fliegen. Wehmütig schauen wir nochmals von unserer Terrasse mit dem Versprechen…wir kommen wieder.